Die Dreigroschenoper

08/03/18


"Und der Haifisch, der hat Zähne ..." Mit der Moritat von Mackie Messer beginnt Die Dreigroschenoper von Bertolt Brecht und Kurt Weill. Das wohl bekannteste Lied des Stücks wurde erst kurz vor der Premiere über Nacht hinzugefügt. Die Oper, die "so prunkvoll gedacht war, wie nur Bettler sie erträumen" und "so billig sein sollte, dass Bettler sie bezahlen können", wurde 1928 zum größten Theatererfolg der Weimarer Republik. In 18 Sprachen übersetzt, wurde sie mehr als 10.000 Mal aufgeführt, bis die Nationalsozialisten sie 1933 verboten.

Für das Thalia Theater Hamburg hat Antú Romero Nunes 2015 den modernen Klassiker neu inszeniert - "mit witzigen Ideen, einem glänzenden Ensemble und erfrischendem Zugriff", wie das Hamburger Abendblatt befand. Und Der Spiegel stellte fest: "Wenn man sie so ernst nimmt, kann man Die Dreigroschenoper heute also doch noch spielen." Jetzt bildet sie den Auftakt in der Reihe der Gastspiele des Hamburger Theaters.

Im Londoner Stadtteil Soho geht alles seinen gewohnten Gang: "Die Bettler betteln, die Diebe stehlen, die Huren huren." Das geht so lange gut, bis Polly, Tochter von Jonathan Peachum, dem Chef einer Bettlermafia, heimlich den Gangsterboss Mackie Messer heiratet. Als Peachum davon erfährt, beschließt er, seinen Schwiegersohn der Polizei auszuliefern. Doch dieser hat gute Kontakte zu Polizeichef Brown, dessen Tochter Lucy einst Mackies Geliebte war.

Für den Schweizer Sven Schelker war Mackie Messer die erste Hauptrolle am Thalia Theater, seinen Gegenspieler Peachum spielt Jörg Pohl. In weiteren Rollen sind Franziska Hartmann (Spelunken-Jenny) und Katharina Marie Schubert (Polly) zu sehen.

» Man lacht als Zuschauer, aber man lacht mit Niveau. Womit man schon wieder in eine dieser vielen kleinen Nunes-Fallen getappt ist. (...) Natürlich gab es rauschenden Applaus für alle, und Brecht wird die Thalia-Hütte auf absehbare Zeit mal wieder füllen. Wenn man sie so ernst nimmt, kann man Die Dreigroschenoper heute also doch noch spielen. Der Spiegel, Werner Theurich

» Man könnte das als ultimative Brecht-Verhöhnung sehen. Es ist aber auch eine Hommage an den Meister, indem seine Ideen und Charakterfacetten, verteilt auf die Figuren und im steten Kampf miteinander, einen Abend lang über die Bühne toben dürfen. Die Zeit, Jens Jessen

» Alles in allem aber pflegt Nunes seinen Ruf als Ensembleregisseur, der all seinen Schauspielern ihren Raum lässt. Am Thalia wird das dankend angenommen: Der Abend ist nicht zuletzt ein darstellerischer Glücksfall. Nachtkritik, Falk Schreiber

» Regisseur Antú Romero Nunes hat Die Dreigroschenoper mit witzigen Ideen, einem glänzenden Ensemble und erfrischendem Zugriff auf die Bühne gebracht. Der alte Brecht ist ganz modern. Hamburger Abendblatt, Ulrike Cordes




Mit Franziska Hartmann, Thomas Niehaus, Jörg Pohl, Sven Schelker, Paul Schröder, Katharina Marie Schubert, Anna-Maria Torkel, Victoria Trauttmansdorff Musiker
Schlagwerk, Bandleitung Carolina Bigge
Klavier, Akkordeon, Gesangeinstudierung Anna Katharina Bauer
Klavier, Cello, Korrepetition Eva Barta
Gitarre, Banjo, Lap Steel Gitarre Kerstin Sund
Saxophone, Klarinette, Flöten Natascha Protze
Saxophone, Klarinetten Jonathan Krause
Trompete Anita Wälti
Posaune, Kontrabass Chris Lüers Regie Antú Romero Nunes
Musikalische Leitung Johannes Hofmann
Bühne Florian Lösche
Kostüme Victoria Behr
Dramaturgie Matthias Günther Premiere Thalia Theater 12. September 2015 Produktion Thalia Theater HamburgMercredi 7  MARS 2018 à 20h00 (tickets)
Jeudi 8 MARS 2018 à 20h00 (tickets)

DURÉE environ 3h00 Einführung zum Stück eine halbe Stunde vor jeder Vorstellung (in Deutsch)
Adultes 25 €, 20 €, 15 € / Jeunes 8 € / Kulturpass bienvenu
Lieu: rand Théâtre / Grande Salle réduite