Sehnsuchtsmädchen

17/01/18

SEHNSUCHTSMĂ„DCHEN
AUF DEN SPUREN VON JEAN SEBERG & NINA SIMONE
EIN MUSIKALISCH-SZENISCHES PORTRĂ„T VON DANIA HOHMANN & ANNEKE SCHWABE
In Deutsch


"Verzeih mir. Ich kann nicht länger leben mit meinen Nerven." Mit einem Abschiedsbrief in der Hand wird am 8. September 1979 in Paris die nackte Leiche einer Frau auf dem Rücksitz eines Autos gefunden, eingewickelt in eine Decke, im Blut eine Überdosis Schlafmittel und Alkohol. Es ist die US-amerikanische Schauspielerin Jean Seberg, ein Idol des Kinos der 50er und 60er Jahre wie Marylin Monroe oder Romy Schneider. Ihre Karriere begann sie als Siebzehnjährige, als sie der Hollywood-Regisseur Otto Preminger für die Rolle der Jeanne d'Arc auswählte. Mit Bonjour Tristesse und Godards Außer Atem wurde sie das Gesicht der Nouvelle Vague und gleichzeitig eine Stilikone. Seberg verkörperte einen vollig neuen, selbstbewussten Frauentyp. Sie lebte ein heftiges, kurzes Leben, in ständiger Rebellion gegen das rückwartsgewandte Amerika, das gerade mit Donald Trump seine Wiederauferstehung feiert.

Die Umstände von Sebergs Tod sind bis heute ungeklärt. Noch immer halten sich Gerüchte, dass das FBI bei ihrem Tod die Hand im Spiel hatte. Denn als sie sich für die amerikanische Bürgerrechtsbewegung zu interessieren begann, sich gegen den Vietnam-Krieg engagierte und die Black-Panther-Bewegung unterstützte, wurde sie in den USA zur Staatsfeindin. Das FBI inszenierte eine regelrechte Schmutzkampagne gegen sie, um ihre Karriere zu zerstören.

Die Schauspielerin und Sängerin Anneke Schwabe und die Regisseurin Dania Hohmann machen sich auf Spurensuche. Aus Interviews, Briefen, Gedichten, Polizeiakten und Songs der Zeit von Juliette Greco und vor allem Nina Simone, entwerfen sie ein musikalisch-szenisches Porträt dieser ungewöhnlichen Frau. Sie skizzieren - wie die Wochenzeitung Die Zeit kurz nach Jean Sebergs Tod schrieb - "eine traurige, delikate und auch eine schmutzige Geschichte, über die nur eines mit Gewissheit gesagt werden kann: wer das Opfer war."

» Anneke Schwabe ist ein Star auf ganzer Linie. Hamburger Abendblatt, Hans-Jürgen Fink




Mit Anneke Schwabe
Klavier/Orgel Lorenz Bösche
Percussion Stephan Krause Regie Dania Hohmann
Regiemitarbeit Alexander Fahima
BĂĽhne Georg & Paul
KostĂĽme Susann GĂĽnther
Musikalische Arrangements Manuel Weber
Dramaturgie Ulrich Waller
Licht Marion Kuhlmann
Ton Oliver Giese, Stefan Hoffmann
Maske Melanie Burgemeister BĂĽhnenmeister Christoph Warken
BĂĽhnentechnik und Kulissenbau Michael Drs, Jonas Gerberding, Annette KrĂĽger, Britta Schmidtke, Katrin Wehnsen
Beleuchtung Annika SchlĂĽter
Videoeinrichtung Enrico Rode Premiere der Inszenierung bei den Ruhrfestspielen Produktion St. Pauli Theater HamburgMardi 16 JANVIER 2018 Ă  20h00 (tickets)
Mercredi 17 JANVIER 2018 Ă  20h00 (tickets)

DURÉE environ 1h20 (pas d'entracte)
EinfĂĽhrung zum StĂĽck von Herrn Ulrich Waller eine halbe Stunde vor der Vorstellung (in Deutsch)
Adultes 20 €, 15 €, 8 € / Jeunes 8 € / Kulturpass bienvenu
Lieu: Théâtre des Capucins