Begehren

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EINE DOKU-FIKTIONALE FELDFORSCHUNG VON GESINE SCHMIDT
Uraufführung


Als "doku-fiktional" beschreibt Gesine Schmidt ihre Theaterstücke und Hörspiele. Ein Widerspruch in sich? Nur scheinbar. Denn was mit einer Recherche und Interviews beginnt, bleibt einerseits dem Dokumentarischen verhaftet, erhält aber durch die literarische Aufbereitung eine neue, weitere Dimension: "Mit der Montage der biografischen Erzählungen versuche ich neue Aufmerksamkeitsfelder zu schaffen und gewohnte Wahrnehmungsmuster und Urteile zu irritieren, um neue Sichtweisen zu ermöglichen", schreibt die Autorin über ihre Arbeitsweise.

Schmidts Themen bewegen sich im Spannungsfeld zwischen Norm und Abweichung. In Oops, wrong planet! beschäftigte sich die Autorin mit der Lebenswelt von Autisten, in Der Kick verarbeitete sie den Fall eines von Rechtsextremen ermordeten Jugendlichen. In ihrem neuesten Stück Begehren widmet sie sich nun einem Thema, das alle angeht: Sexualität. Internetdating, polyamore Beziehungen, Casual Sex oder Freundschaft Plus sind schon längst gesellschaftsfähig und spätestens seit dem immensen Erfolg von Fifty Shades of Grey ist auch BDSM-Sex in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Es mangelt nicht an einer Sprache der öffentlichen Bekenntnisse in einem durch und durch sexualisierten öffentlichen Raum. Sex ist zu einem Produkt des Lifestyles geworden.

Haben wir es heute nur mit Experten in Sachen Sexualität zu tun? Was passiert jenseits der öffentlichen Bekenntnisse? Worin unterscheiden sich männliches und weibliches Begehren? Was bedeuten Dominanz und Unterwerfung in sexuellen Beziehungen? Wie äußert sich der Widerspruch zwischen der Sehnsucht nach Verschmelzung, nach Hingabe und der Sehnsucht nach Unabhängigkeit und Gleichberechtigung? Und: In welchem Verhältnis stehen Lust und Begehren zur Liebe? Schmidts Frage lautet daher: "Was passiert jenseits der öffentlichen Bekenntnisse?" Vier Frauen und drei Männer im Alter von 26 bis 75 Jahren antworten auf diese Fragen mit ihren ganz persönlichen Lebens- und Lustgeschichten. Gesine Schmidt blickt hinter die Kulissen des öffentlichen Diskurses, der scheinbar abweichende Formen der Sexualität nicht nur toleriert, sondern geradezu propagiert.

Mit diesem Auftragswerk des Stadttheater Mainz und der Théâtres de la Ville de Luxembourg an Gesine Schmidt setzen beide Häuser ihre Kooperation fort, die mit Ich bin wie Ihr, ich liebe Äpfel von Theresia Walser in der letzten Spielzeit begonnen hatte. Regisseurin Brit Bartkowiak ist dem Luxemburger Publikum durch ihre Inszenierungen von Muttersprache Mameloschn (Produktion: Deutsches Theater Berlin) im März 2014 im Kapuzinertheater bekannt. 




Mit u.a.
Monika Dortschy, Martin Herrmann, Catherine Janke, Denis Larisch, Johannes Schmidt, Leoni Schulz Regie Brit Bartkowiak
Bühne Nikolaus Frinke
Kostüme Carolin Schogs
Musik Ingo Schröder
Dramaturgie Patricia Nickel-Dönicke Produktion Staatstheater Mainz, Les Théâtres de la Ville de Luxembourg Premiere Mainz, 03. Dezember 2016, U 17Vendredi 24  MARS 2017  à 20h00 (tickets)
Samedi 25 MARS 2017  à 20h00 (tickets)
Dimanche 26 MARS 2017  à 17h00 (tickets)
DURÉE inconnue, spectacle en création Einführung zum Stück von Frau Patricia Nickel-Dönicke eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn (in Deutsch)

Adultes 20 €, 15 €, 8 € / Jeunes 8 € / Kulturpass bienvenu
Lieu: Théâtre des Capucins Spectacle en tournée
le 3,12,17 et 21 décembre 2016 / le 5,8 et 15 janvier 2017 / le 22 février 2017 / le 6 et 12 mars 2017 / le 7 avril 2017 et le 3 mai 2017 au Staatstheater Mainz


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Internet: http://www.theatres.lu/-p-20002058.html


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- Les Théâtres de la Ville de Luxembourg, LUXEMBOURG - Luxembourg


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9 Place du Théâtre
L-2613 LUXEMBOURG
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26-03-2017

17:00 (Horaire)
Sunday, 26-03-2017


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