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index (© Nathan der Weise (c) Arno Declair)

Nathan der Weise

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Ein echter Klassiker - und dennoch hochaktuell: Das ist Lessings Nathan der Weise, in dem das Verhältnis der drei abrahamitischen Religionen Judentum, Christentum und Islam im Mittelpunkt steht. Die bekannte Ringparabel als Schlüsselszene ist ein Plädoyer für das Miteinander, die Toleranz und den gegenseitigen Respekt.

Die Handlung des Stücks spielt im muslimisch besetzten Jerusalem zur Zeit der Kreuzzüge. Al Nafi, Schatzmeister des Sultans, benötigt dringend Geld, um sich gegen die anrückenden christlichen Kreuzritter zu wehren - Geld, das er sich im Auftrag des Sultans ausgerechnet bei seinem jüdischen Freund Nathan beschaffen soll. Dessen Tochter Recha wurde gerade noch von einem Tempelherren aus einem brennenden Haus gerettet. Der Christ verliebt sich in das jüdische Mädchen, gesteht sich seine Liebe zu ihr aber erst ein, nachdem er erfahren hat, dass Recha leibliche Tochter christlicher Eltern ist und von Nathan nur adoptiert wurde. Dieser Umstand könnte nun Nathan das Leben kosten.

Genug Bruchkanten und Konfliktfelder also, entlang derer sich religiös bedingte Spannungen entwickeln können. Genug Ansatzpunkte aber auch, um den Zündstoff wieder zu entschärfen und die Differenzen zu überwinden. Regisseur Andreas Kriegenburg, dessen Inszenierung am Deutschen Theater Berlin im August vergangenen Jahres Premiere hatte, versteht die Geschichte als "archaischen Comic" über das zutiefst Menschliche.

» Lessings Klugheit wirkt in jeder Verpackung, und die Saisoneröffnung am Deutschen Theater in Berlin fügt der vielschichtigen Aufführungsgeschichte dieses Klassikers eine Facette hinzu, wie sie derart fulminant und furios womöglich noch nie zu sehen war. Lessings Nathan nämlich ist ja auch komisch. Neben all dem Leiden, all den Schmerzen zwischen Juden, Christen und Muslimen, wie Lessing sie ins märchenhafte Jerusalem der Kreuzzugszeiten bannt, durchzieht das dramatische Gedicht ja auch ein Maß an entspannt-gelassener Ironie. [...] Kaum je wurde die Fabel vom weisen Nathan derart leichthin und verspielt erzählt, kaum je setzte eine Inszenierung derart markant auf die märchenhafte Leichtigkeit, die sich auch Lessing angeeignet hatte: als Fantasie aus fremden Welten. Dieser Nathan ist zugleich ganz Lessing und auch ganz anders - und darum ist dies unbedingt ein starker Start fürs Deutsche Theater. Deutschlandradio Kultur, Fazit, Michael Laages

» Elias Arens, Nina Gummich, Bernd Moss, Julia Nachtmann, Jörg Pose und Natalie Seelig bilden das wunderbar verspielte, körperbetont agierende Ensemble. Eine Mischung aus Stummfilm- und Jahrmarktsmusik unterlegt den [...] Abend. Es gibt Slapsticknummern, Gags, die an Monty Python erinnern, der Patriarch wird zur deftigen Karikatur, die Ringparabel ernst erzählt. [...] Ein gelungener Saisonauftakt für das Deutsche Theater. Das richtige Stück zur richtigen Zeit, künstlerisch überzeugend präsentiert. Denn mal ehrlich: So ein Nathan kann sich ganz schön in die Länge ziehen; aber darüber brauchen wir an dieser Stelle glücklicherweise nicht zu Reden. Berliner Morgenpost, Stefan Kirschner  




Mit
Elias Arens, Nina Gummich, Bernd Moss, Julia Nachtmann, Jörg Pose, Natali Seelig Regie Andreas Kriegenburg
Bühne Harald Thor
Kostüme Andrea Schraad
Dramaturgie Juliane Koepp Produktion Deutsches Theater Berlin Premiere am 30. August 2015, Deutsches TheaterMardi 7  MARS 2017 à 20h00 (tickets)
Mercredi 8  MARS 2017 à 20h00 (tickets)
DURÉE  2h40 & entracte Einführung zum Stück von Frau Simone Beck eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn (in Deutsch)

Adultes 25 €, 20 €, 15 € / Jeunes 8 € / Kulturpass bienvenu
Lieu: Grand Théâtre / Grande Salle


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Internet: http://www.theatres.lu/-p-20002040.html


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07-03-2017

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Tuesday, 07-03-2017


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