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Das Leben ein Traum

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Pasolini war fasziniert von Calderóns Dichtung und seinen seltsam verlorenen Geschöpfen. Zerbrechliche Marionetten in einem Dasein, das nicht des Menschen Wille, sondern die Macht der Vorhersehung lenkt. Oder, mit Pasolinis Blick: Die Gewalt der Verhältnisse. Mitten in die Träume von '68 hinein schrieb der große italienische Filmregisseur Pier Paolo Pasolini mit Calderón seinen Abgesang auf die Revolution. Hinter progressiven Fassaden sah er da schon ganz andere Dinge heranziehen - die Zerstörung von Lebenszusammenhängen, die Auflösung gewachsener Strukturen, um das Feld vorzubereiten für den entfesselten Konsum. Seine Diagnose hat heute nichts an Sprengkraft und Aktualität verloren. Im Gegenteil. Von Calderóns berühmtem klassischen Schauspiel Das Leben ein Traum griff Pasolini nur die Bruchstücke auf, die er brauchte, um die Frage nach der Grenze zwischen Wahn und Wirklichkeit nicht nur als individuelles, sondern auch als gesellschaftliches Phänomen zu behandeln.

Seine Protagonistin Rosaura, eine dieser halbwilden verlorenen Kaspar Hauser Gestalten, ist die weibliche Antwort auf Calderóns Sigismund, den sein Vater, der König von Polen, in einen Turm sperren ließ, damit sich die unheilvolle Weissagung, dass dieser ein blutrünstiger Herrscher werde, nicht erfüllen konnte. Frank Hoffmann wird Pasolinis radikalen Zugriff auf Calderón wieder öffnen und - wie in einem offenen Dialog mit beiden Autoren - Das Leben ein Traum neu erzählen. Begleitet wird er von großartigen Schauspielern an diesem ungewöhnlichen Abend über Träumende von heute.




Mit
Hanna Schygulla,Nicolai Despot, Dominique Horwitz, Wolfram Koch, Ulrich Kuhlmann, Jacqueline Macaulay, Anne Moll, Konstantin Rommelfangen, Annette Schlechter, Roger Seimetz Regie Frank Hoffmann
Bühne Ben Willikens
Mitarbeit Bühne Bernhard Eusterschulte
Kostüme Susann Bieling
Musik René Nuss
Dramaturgie Andreas Wagner
Regieassistenz Pascale Noé-Adam Koproduktion Ruhrfestspiele Recklinghausen, Théâtre National du Luxembourg, Schauspiel Hannover, Les Théâtres de la Ville de LuxembourgJeudi 9  FÉVRIER 2017  à 20h00 (tickets)
Vendredi 10  FÉVRIER 2017  à 20h00 (tickets)
DURÉE inconne, spectacle en création Einführung zum Stück von Frau Simone Beck im Gespräch mit den Herrn Frank Hoffmann und Andreas Wagner eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn (in Deutsch)

Adultes 25 €, 20 €, 15 € / Jeunes 8 € / Kulturpass bienvenu
Lieu: Grand Théâtre / Grande Salle réduite


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Internet: http://www.theatres.lu/-p-20002026.html


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09-02-2017

20:00 (Horaire)
Thursday, 09-02-2017


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