Archéoparc Dalheim
 
Archéoparc Dalheim (© CNRA Luxembourg/Jean Krier)

Archeoparc Dalheim

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Der römische Vicus und das Bad in Dalheim

Über den „Kiem“, die historische Trasse der Römerstraße von Metz nach Trier, erreicht man den „Vicus Ricciacus“, das römische Theater und die Thermenanlagen in Dalheim. Die römische Siedlung auf dem Pëtzelplateau, einst ein pulsierender Etappenort bei Dalheim, ist schon seit dem 17. Jahrhundert bekannt und wird seit der Mitte des 19. Jahrhunderts archäologisch untersucht. Sie gliedert sich in drei Bereiche: die zivile Bebauung (Wohnhäuser, Läden, Werkstätten) und einen großen Tempelbezirk sowie weitere öffentliche Gebäude auf dem Plateau und die beiden Großbauten im Tal: das Theater und die Thermen.

Die archäologischen Ausgrabungen im römischen Bad in Dalheim fanden in den Jahren 2003/2004 und 2008/2009 sowie 2011 statt.

Das Bad liegt im Bereich des heutigen Ortes Dalheim im Tal, etwa 150 m nördlich des römischen Theaters. Insgesamt wurden hier etwa 600 Quadratmeter ausgegraben. Es fanden sich acht Räume des Bades mit angrenzender römischer Bebauung.

Römische Bäder folgen, obwohl von sehr unterschiedlicher Größe, alle einem bestimmten Bauschema: beim sogenannten Reihentyp liegen die drei wichtigsten Räume, das Heißbad (caldarium), Laubad (tepidarium) und das Kaltbad (frigidarium) in einer Flucht und werden vom Badegast in dieser Reihenfolge durchschritten.
Südlich des Gebäudes befand sich ein großer Platz, der mit Sandschichten aufgefüllt war und bei dem es sich vielleicht um den Sportplatz, die palaestra, des Bades handelt. Dieser Platz war von einem Laubengang, einer porticus, umgeben, von der sich noch mehrere Pfeiler fanden. Aus dem Bereich des Platzes stammen außergewöhnlich viele Kleinfunde. Hierbei handelt es sich um Münzen, Geräte und Werkzeuge wie z.B. Salbspatel und Messer, Teile von Kleidung und Schmuck wie Fibeln, Fingerringe, Haarnadeln und kleine Schnallen, Objekte zur Freizeitgestaltung wie Spielsteine und Würfel sowie Gegenstände des Geschäftslebens wie Gewichte und Kapseln zu Versiegelung von Schriftstücken.

Der wichtigste Fund der Grabung gelang im Oktober 2008, als ein monumentaler Altar für die Göttin Fortuna gefunden wurde: Der Altar wurde anlässlich des Wiederaufbaus eines Laubengangs des Bades errichtet, der bei einem Barbareneinfall (wohl im Jahr 254 n. Chr.) beschädigt worden war.
Durch die Benennung der Einwohner der römischen Siedlung bei Dalheim als Vicani Riccienses ist nun der Name des Ortes (Riccium bzw. Vicus Ricciacus) endlich zweifelsfrei nachgewiesen. (Text von Heike Pösche)

Von Juni bis September bieten die „Ricciacus Frënn asbl“ Führungen durch das Theater Dalheim und durch den Vicus Ricciacus an.

 

Besichtigung:

Für Individualtouristen:
Führungen von Juni bis September an jedem ersten Sonntag im Monat,
Start um 15.30 Uhr am Dokumentationszentrum (Rue Neie Wee, L-5687 Dalheim)
Dauer: 2 Stunden, Preis: 3,00 EUR pro Person (unter 18 Jahren frei)

Für Gruppen:
Führung nur durch das Theater:
Dauer: 1 Stunden
Preis: 50,00 EUR

Führung durch das Theater und den Vicus Ricciacus:
Dauer: 2 Stunden
Preis: 80,00 EUR

Gruppengröße: max. 15 Personen
Sprachen: Deutsch, Französisch, Luxemburgisch et Englisch

Reservierung:
Ricciacus Frënn asbl
Louis Karmeyer
Tel.: 23 66 85 57
info(at)ricciacus.lu

Related organisations
Centre national de recherche archéologique (CNRA) | www.cnra.lu


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